Hygiene

Tattoo-Piercing und Hygiene

 

Um den Anforderungen meiner Kunden und meiner eigenen in der Hygiene gerecht zu werden, werden die Standards bei mir sehr hoch angesetzt. Da ich selbst im Rettungsdienst aktiv bin, wurden mir die Grundlagen der Hygiene vermittelt die ich im Lauf der Jahre immer erweitert habe. Seit Ende 2007 wird ein “Sachkundelehrgang zum Erwerb der Sachkenntnis gemäß §4 (3) der Medizinproduktebetreiberverordnung (MPBetreibV) für die Instandhaltung von Medizinprodukten in Tätowier und Piercingstudios” angeboten, den ich im Februar 2008 besucht und am Ende mit einer Prüfung erfolgreich abgeschlossen habe. Dieser Lehrgang steht in Verbindung mit der Richtlinie des Robert Kochinstitutes (RKI) und des Bundesinstitutes für Arzneimittel/ Medizinprodukte (BfArM) ” zu den Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprukten” geforderten Grundkenntnisse. Da fragt man sich doch aber, was haben Tätowierer oder Piercer mit Medizinprodukten zu tun. Erstmal nichts …. aber beim genaueren Betrachten wiederum doch schon eine ganze Menge, denn unsere Griffstücke, Spitzen und Nadeln sind nichts anderes als Instrumente die mit der Haut und mit dem Blut des Kunden in Berührung kommen. Diese Instrumente müssen nach Gebrauch gereinigt, desinfiziert und danach sterilisiert werden. Einige meinen, dass es reicht die Griffstücke und Spitzen zu säubern und im Heißluftsterilisator zu sterilisieren, oder sogar nur zu desinfizieren. Diese Meinung kann ich überhaupt nicht mit diesen Leuten teilen. Nur wenn ich etwas Sterilisiere, töte oder inaktiviere ich alle Mikroorganismen. Aber Sterilisation ist nicht gleich Sterilisation, denn ein Hohlkörper (nicht anderes sind unsere Instrumente) ist bedeutend schwieriger zu sterilisieren wie eine Piercingklemme. Für die Hohlkörper braucht man bestimmte Prozesse um diesen auch von innen steril zu bekommen. Diese Prozesse sollen dann auch noch Validierbar sein. Um Validierte Prozesse zu erreichen langt ein Heißluftsterilisator überhaupt nicht aus. Bei mir werden für jeden Kunden neue Nadeln und von mir sterilisierte Piercingklemmen, Griffstücke und Spitzen benutzt. Bei den von mir sterilisierten Instrumenten kann jeder nachvollziehen wann welches Instrument den Sterilisationsprozess durchlaufen hat und ob dieser erfolgreich gewesen ist. Am Arbeitsplatz selbst werden nur Einwegprodukte benutzt und Kabel, Sprühflasche oder Arbeitsfläche in Folien, bzw. Plastiktüten eingepackt. Zur Wischdesinfektion der Arbeitsflächen, Liegen oder Tätowierstuhles verwende ich ein einweg Fließtuch welches aus einen Spendereimer mit Desinfektionsmittel (das alle 4 Wochen erneuert wird) entnommen wird. Alles im allen abeite ich nach den Vorgaben des RKI, welche bedeutend strenger sind als die unserer Gesundheitsämter, zu denen ich aber auch in kontakt stehe.

Bei Fragen zur Hygiene wendet schaut einfach unter Links oder wendet euch an mich oder die hiesigen Gesundheitsämtern.